Autismus – Die Ursache, die Risikofaktoren und die Auslöser

Ich traute meinen Augen nicht. Auf der Website des US-amerikanischen Center for Disease Control[1] las ich:

„Die Behauptung ‚Impfungen verursachen keinen Autismus‘ ist nicht wissenschaftlich belegt, da keine Studien die Möglichkeit ausschließen konnten, dass Säuglingsimpfungen Autismus auslösen.“

Weiter heißt es:

„Der Anstieg der Autismusprävalenz seit den 1980er-Jahren korreliert mit der Zunahme der Säuglingsimpfungen. Obwohl die Ursachen von Autismus wahrscheinlich vielfältig sind, ist die wissenschaftliche Grundlage, einen potenziellen Faktor vollständig auszuschließen, noch nicht geschaffen.“

Lange Zeit war die Sprache rund um die Entwicklung von Autismus-Spektrum-Störungen unklar und irreführend. Für einen direkten Kausalzusammenhang müssten alle anderen korrelierenden Faktoren ausgeschlossen werden. Alle Geimpften würden in gewissem Maße Autismus entwickeln, was eindeutig nicht der Fall ist. Aus diesem Grund ist die Behauptung „Impfungen sind nicht kausal für Autismus“ weiterhin gültig. Sie sind keine alleinige Ursache. Aber wer würde das erwarten? Es herrscht heute Einigkeit darüber, dass Autismus multifaktoriell bedingt ist. Es gibt Vorbedingungen, genetische und epigenetische Faktoren, sensible Zeitpunkte und Auslöser sowie Faktoren, die die Erkrankung verschlimmern und ihre schwerwiegendsten und pathologischen Varianten hervorrufen können.[2]

Was wird denn genau verursacht?

Selbst die Definition von Autismus ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt hochfunktionale Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten im Autismus-Spektrum, aber auch solche, die nicht in der Lage sind, ein selbstständiges Leben zu führen. Allen Menschen im Autismus-Spektrum gemeinsam ist ein bestimmtes Verhaltensmuster: eine Vorliebe für Fokus auf Details, Schematisierung und Wiederholung sowie eine Tendenz zum Rückzug, verbunden mit einer verminderten Fähigkeit, soziale Signale wahrzunehmen und zu deuten, was zu Unbeholfenheit und Unbehaglichkeit in sozialer Interaktion führt.
Dies spiegelt ein Ungleichgewicht in der Funktionsweise des Gehirns und des Nervensystems wider, meist eine Dominanz der linken Hemisphäre, ein Defizit der rechten Hemisphäre und eine verminderte Vernetzung beider Hirnhälften im Corpus callosum. [3] [4]
Deutlich mehr Jungen als Mädchen erhalten die Diagnose Autismus, etwa im Verhältnis 4:1. Ihr unbalanciertes Gehirn wurde aufgrund der Merkmale, die mit einer Dominanz der linken Hemisphäre oder einem Defizit der rechten Hemisphäre einhergehen, als „extrem männliches Gehirn“ bezeichnet.[5]

Epidemie oder Überdiagnostik?

In vielen Artikeln wird argumentiert, dass ASS eher als Neurodiversität denn als Störung bezeichnet werden sollte, was einer Politik der Nichtdiskriminierung und Inklusion entspricht. Der moderne Wert des technisch-wissenschaftlichen Denkens, das sich auf Messungen und Details konzentriert, sowie der Lebensstil mit wenig Bewegung und der damit einhergehenden Interaktion mit Geräten anstelle von anderen Menschen fördern eine linksdominante Gehirnentwicklung. x Es heißt, Familien mit vielen Intellektuellen hätten ein höheres Risiko, Kinder im Autismus-Spektrum zu bekommen. [6] [7] Und ja, diese Gruppen haben möglicherweise mehr Interesse und besseren Zugang zu allen Angeboten der Gesundheits- und Entwicklungsüberwachung, was zu einer engmaschigeren Kontrolle und mehr Diagnosen führt als früher oder bei Menschen mit weniger Ressourcen und Interesse. Dahingegen zeigt sich in den letzten Jahren, dass die Prävalenz in Familien mit geringerem Einkommen und bei Eltern mit lediglich einem Hauptschulabschluss höher ist.[8]

Greta Thunberg, die bekannte Klimaaktivistin, hat die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung und bezeichnet dies als ihre „Superkraft“. Auch der Milliardär Elon Musk soll Autist sein. Diese Fälle sind zwar „neurodivers“, aber nicht pathologisch. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Zahl der Kinder, die unter autismusbedingten Behinderungen leiden und tägliche Hilfe benötigen, in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen hat.[9]

Die Rolle der Erbvorlage

Die Erblichkeit von Autismus ist hoch, doch spielen dabei eher epigenetische Faktoren eine Rolle, die die Genexpression beeinflussen, ohne die DNA-Sequenz zu verändern, als sogenannte „Autismus-Gene“. Beispielsweise spielt die DNA-Methylierung (eine biochemische Modifikation) eine entscheidende Rolle bei der Regulation biologischer Prozesse, darunter Entwicklung, Genabschaltung und Reaktionen auf Umweltfaktoren.[10] [11] Eine wegweisende Studie wies charakteristische Veränderungen der Methylierung im Sperma des Vaters während der Schwangerschaft der Mutter nach, deren Kinder später die Diagnose Autismus erhielten.[12]

Autismus beschränkt sich nicht auf neurologische Merkmale. Er geht auch mit typischen Veränderungen biologischer Funktionen einher, wie beispielsweise Veränderungen des Darmmikrobioms, die einem „durchlässigen Darm/Leaky Gut“ entsprechen.[13] Dieser Zustand ist während der frühen Entwicklung des Mikrobioms und des Immunsystems physiologisch [14], führt aber bei anhaltender Persistenz zu chronischen Entzündungen, die wiederum Auswirkungen auf das Gehirn haben – ein sich selbst verstärkender Kreislauf, der durch epigenetische Programmierung ausgelöst wird.[15]

Die Umstände, das äußere und innere Umfeld, bestimmen, ob und wie sich eine Veranlagung für autistische Merkmale durch die neuronale Entwicklung sowie die Immun- und Mitochondrienfunktion auswirkt.

Gehirnentwicklung

Im Vergleich zu Tieren benötigt das menschliche Gehirn unglaublich lange, nämlich über 20 Jahre, um voll funktionsfähig zu werden. Im Mutterleib, in der frühen Kindheit und in der Jugend[16] ist unser Gehirn besonders anfällig für Prägungen und die Entwicklung neurodiverser Merkmale, wie sie beispielsweise im Autismus-Spektrum auftreten. Hormone spielen bereits während der Schwangerschaft eine Rolle: Wenn die Gebärmutter von Testosteron durchflutet ist, steigt das Risiko, dass das Baby mit autistischen Zügen geboren wird. [17] Dies deckt sich mit der Theorie des „extrem männlichen Gehirns“.

Soziale Interaktion gehört zu den ersten Prioritäten in der Entwicklung des menschlichen Gehirns nach der Geburt. Das Überleben von Menschen und anderen Säugetieren hängt von der Bindung zwischen Mutter und Kind ab. Das Erkennen des Gesichts und der Stimme der Mutter, das Gewinnen ihrer Aufmerksamkeit durch Halten und Stillen sowie das Erwidern ihres Lächelns mit einem Lächeln gehören zu den ersten Lernerfahrungen eines Babys. Diese werden in der rechten Hemisphäre verankert. Wird dieser Prozess gestört, fehlt dem Kind die neurologische Grundlage für Empathie und soziale Interaktion.[18]

Bewegung spielt eine zentrale Rolle in der Gehirnentwicklung. Bevor die Großhirnrinde aktiv wird, helfen Stammhirnreflexe dem Baby, sich im Mutterleib zu drehen und sich bei der Geburt herauszubewegen. Sie ermöglichen es dem Baby, an der Brust der Mutter zu saugen, zu greifen, sich zu drehen und auf Schreck zu reagieren. Während das Kind lernt, sich zu bewegen, zu krabbeln und seine Muskeln willkürlich einzusetzen, integriert und ersetzt es die Reflexe, und sein Gehirn wächst enorm.[19] Es entwickelt eine sensorische Karte seines Körpers in der Großhirnrinde, vorwiegend in der rechten Hemisphäre, wo auch die Netzwerke für soziale Bindung angesiedelt sind. Diese sind zusammen der Schlüssel zu unserer Fähigkeit zur Empathie, zum Erfassen der Gefühle anderer, denn wir können dasselbe fühlen![20] [21]

Erst wenn diese Meilensteine erreicht sind, entwickeln sich die linke Hirnhälfte und ihre Spezialgebiete auf einer soliden Grundlage: Dies geschieht im Trotzalter um die drei Jahre, wenn das Kind sich selbst erkundet und Dinge selbstständig tun möchte – im sicheren Schutz der mütterlichen Aufsicht.

Wichtiges soziales Belohnungsnetzwerk im Gehirn ist bei Autisten beeinträchtigt
Diese phasenweise Entwicklung kann durch verschiedene Faktoren gestört werden – von Veränderungen in der Umgebung über die Einschränkung freier, natürlicher Bewegung und Erkundung bis hin zur Überstimulation bestimmter Bereiche, bevor diese reif dafür sind. Frühe Talente oder Defizit – das Gehirn ist aus dem Rhythmus gekommen und arbeitet nicht synchronisiert.

Menschen mit ASS zeigen sowohl frühkindliche Reflexe, die nicht integriert und ersetzt wurden, als auch eine unterentwickelte sensorische rechte Hemisphäre: sie haben möglicherweise das Krabbeln und Purzeln übersprungen und sich direkt auf „fortgeschrittene“ Funktionen der linken Hemisphäre konzentriert. Man denkt unwillkürlich an kleine Technikfreaks…

Die Gehirnentwicklung geht aber Hand in Hand mit der Reifung des Immunsystems und seiner Aktivität.[22]

„Aktivierung des Immunsystems während der neuronalen Entwicklung wird zunehmend mit verschiedenen Fällen neurologischer Funktionsstörungen in Verbindung gebracht.“

Die gute Nachricht ist: Entwicklungsverzögerungen und -ungleichgewichte lassen sich behandeln und trainieren, auch rückwirkend und mit überraschend einfachen, aber effektiven Mitteln. Pathologische Defizite bei Autismus können durch nicht-invasive Behandlungen und Übungen auf verschiedenen Ebenen gelindert werden. [23] Ein Pionier unter den Therapeuten und Forschern ist Dr. Robert Melillo [24], der seine Laufbahn als Vater neurodiverser Kinder begann und für den – wie für uns META-Health-Practitioner – die Anerkennung der Persönlichkeit und der individuellen Talente jedes neurodiversen Menschen ein zentraler Wert ist.

Reaktion auf einen Auslöser

Die Anzeichen von Autismus treten oft spontan in einem bestimmten Alter der sozialen und kognitiven Entwicklung auf. Eltern berichten, dass ihr Kind in engem zeitlichen Zusammenhang mit einem Ereignis den Blickkontakt, die Sprache und die motorischen Fähigkeiten verlor und sich in seiner Entwicklung zurückentwickelte, entsprechend einem Trauma oder einer Hirnverletzung. Wir müssen potenzielle Auslöser beachten und versuchen, sie zu verhindern oder zu reduzieren. Ich habe dies bereits in einem früheren META-Health-Artikel untersucht[25]. Seitdem bin ich auf weitere faszinierende Entdeckungen und Konzepte gestoßen, die Autismus erklären und helfen, die funktionellen Defizite zu überwinden.

Die von Prof. R.K. Naviaux beschriebene zelluläre Gefahrenreaktion (CDR)[26] scheint eine Schlüsselrolle zu spielen, da die purinerge Signalübertragung zwischen Körperzellen – auch Neuronen – dazu führt, dass diese sich bei Bedrohungen wie Umweltgiften, Infektionen, Verletzungen, Stress und Traumata defensiv verhalten. Diese Reaktion ist die erste Phase im Heilungszyklus [27], und umfasst mitochondriale und metabolische Veränderungen, Immunfunktionen und Entzündungen, die das weitere Eindringen und die Ausbreitung des bedrohlichen Erregers verhindern. Dies geht mit einem Energie-/ATP-Verlust einher und führt zwangsläufig zu einer verminderten Kooperation und schließlich zum Stillstand der Entwicklung funktionsfähiger Gewebe. Ich habe die CDR in diesem META-Health-Webinar näher erläutert [28]

Prof. Naviaux und Kollegen führten zudem eine wegweisende Studie an autistischen Jungen durch. Sie fanden heraus, dass die Hemmung der CDR-Signalgebung durch eine niedrige Dosis von Suramin zu bemerkenswerten Veränderungen bei den Kindern hinsichtlich Sprache, sozialer Interaktion und Minderung repetitiver Verhaltensweisen führte. Diese Verbesserungen hielten drei Wochen an und klangen dann wieder ab.[29] Diese Forschung liefert Einblicke in die Mechanismen, die bei ASS aktiv sind [30], und eröffnet Wege mit Potenzial, diese umzukehren und Autismus entgegenzuwirken.

Impfungen sind eins der Mittel, eine gefährdete Bevölkerungsgruppe durch die Stimulation ihrer Immunantwort zu schützen. Für Menschen mit einem starken Immunsystem wären sie eher sinnlos, für solche mit einem bereits überaktiven Immunsystem hingegen potenziell gefährlich.
Bei Säuglingen und Kleinkindern mit ihrer empfindlichen Funktionsentwicklung müssen wir ihre individuellen Voraussetzungen und den Nutzen bzw. die Risiken jeder Maßnahme, so auch Impfungen, im jeweiligen Kontext abwägen und dabei sensible Zeitpunkte beachten. Wie die CDC auf ihrer Website nun korrekt feststellt, ist dies bisher noch nicht zureichend geschehen.


Quellen und Referenzen:
[1] https://www.cdc.gov/vaccine-safety/about/autism.html
[2] https://zenodo.org/records/17451259
[3] https://www.drrobertmelillo.com/research/2009-Melillo-Leisman-Autism-RevNeuro-rev220509.pdf
[4] https://www.frontiersin.org/journals/psychology/articles/10.3389/fpsyg.2025.1558081/full
[5] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8328919/
[6] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0890856719302710 [7] https://www.scientificamerican.com/article/children-of-smart-fathers-have-higher-risk-of-autism/
[8] https://www.ncsautism.org/blog//relentless-surge-of-autism-in-california
[9] https://www.ncsautism.org/blog//autism-explosion-2024
[10] https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/1866100
[11] https://www.frontiersin.org/journals/neurology/articles/10.3389/fneur.2015.00107/full
[12] https://www.hopkinsmedicine.org/news/newsroom/news-releases/2023/04/changes-in-fathers-sperm-linked-to-autistic-traits-in-their-children-small-preliminary-study-suggests
[13] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10264341/
[14] https://translational-medicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12967-021-02839-w
[15] https://neurolaunch.com/leaky-gut-autism/
[16] https://www.drrobertmelillo.com/wp-content/uploads/2025/10/brainsci-15-01057-v2.pdf
[17] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8280339/
[18] https://www.zerotothree.org/resource/distillation/understanding-brain-development-in-babies-and-toddlers/
[19] https://www.drrobertmelillo.com/wp-content/uploads/2025/04/Evaluating-Primitive-Reflexes-in-Early-Childhood-as-a-Potential-Biomarker-for-Developmental-Disabilities.pdf
[20] https://psycnet.apa.org/record/2016-19317-004
[21] https://www.youtube.com/watch?v=XFDTS8qybfo
[22] https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9213174/
[23] https://hopebraincenter.com/functional-neurology-autism-spectrum-disorder/
[24] https://usinsider.com/dr-robert-melillo-at-the-forefront-of-brain-health-and-neurodevelopmental-disorders/
[25] https://metahealth4u.com/de/autismus-und-die-darm-hirn-immun-achse/
[26] Naviaux, R.K. Metabolic features of the cell danger response. Mitochondrion 16, 7-17 (2014) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23981537/
[27] https://naviauxlab.ucsd.edu/science-item/healing-and-recovery/
[28] https://metahealth4u.com/de/archaische-biologie-schliesst-eine-verstaendnisluecke/
[29] https://naviauxlab.ucsd.edu/wp-content/uploads/2017/05/Naviaux_et_al-2017-Annals_of_Clinical_and_Translational_Neurology.pdf
[30] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1567724925000935

Bildquellen:
https://www.cdc.gov/vaccine-safety/about/autism.html
https://www.ncsautism.org/blog//autism-explosion-2024
https://med.stanford.edu/news/all-news/2018/07/key-social-reward-circuit-in-the-brain-impaired-in-kids-with-autism.html

Provokation inspiriert!

Youtubes Algorithmen unterstützen die Blasenbildung. Nicht die an Fersen oder auf der Haut, die sozialen Blasen sind gemeint. Youtube zeigt mir, was es glaubt, das mich interessiert, weil es andere interessiert, die ähnliches anschauen wie ich. Das macht youtubes vorgeschlagene Auswahl für mich ziemlich komfortzonig und etwas langweilig. Wenig Herausforderung zum dran reiben. Gemeinsam regen wir uns über die Kriege und unfähige Politiker und die Mitläufer-Gesellschaft auf, oder erforschen neue Erkenntnisse der Hirnwissenschaft, der Biologie und der Selbstheilkraft.
Vor diesem Hintergrund schlug mir youtube das Video „Pathologisierte Intelligenz: Wenn geistige Gesundheit wie eine Störung aussieht“ vor.

Das gab mir endlich mal richtig Gedankenfutter. Denn es betrifft meine Ansichten, mein Angebot und meine Expertise. Nicht nur, dass META-Health den Sinn von psychischen und physischen Krankheiten voraussetzt und näher untersucht, ich hatte ja selbst Erfahrungen mit Manie, Depressionen, und während deren Heilung mit radikaler Äusserung von Emotionen gemacht, ohne die soziale Zurückhaltung, die unser Zusammenleben sonst vereinfachen soll. Ich habe tiefe Gespräche geführt über unsere kranken Gesellschaften, deren Traumata und deren Fesseln. Ich war und bin überzeugt, dass diese Systeme selbst Organismen sind und sich die gleichen Prägemechanismen und Interaktionen wie im menschlichen Wesen übertragen lassen. Alles braucht Heilung, um Gesundheit zuzulassen oder gar hervorzubringen – weil jeder kranke Zustand auch eine Strategie ist.

Trauma oder Parasit?

Die Autorin des obigen Videos, die Designerin Marina Karlova, behauptet aber mehr als das. Sie sieht die Gesellschaft befallen von einem Parasiten, der um sein Überleben zu sichern, unser Denken und Fühlen kapert und uns zu Zombies macht, die fortan helfen, unser Umfeld zu infizieren und mit zu unterwerfen. Mit Unverständnis, Gaslighting und einem moralischen Käfig voller Sinnverdrehung. Klingt wie ein schlechtes Sci-Fi, und wie Stockholm-Syndrom. Aber kommt das Szenario nicht auch bekannt vor aus unserer Geschichte und Realität?
Marina Karlova sammelt Follower, die entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Sie spricht gegen Psychotherapie und -therapeuten, da diese innerhalb des befallenen Systems arbeiten und die Andersartigkeit als krank etikettieren und daher auch nur das Individuum anpassen würden, anstatt das System zu verändern und zu heilen.

In einem weiteren ihrer Videos beschreibt sie treffsicher, was bei einer Traumatisierung geschieht:

„Trauma ist ein Moment, in dem das System einen Kontrollalgorithmus durch einen Schwachpunkt ins Bewusstsein lädt“

– das heisst, dass während eines UDIN (ein unerwarteter, dramatischer, isolierter und hilfloser Moment) Warntrigger und bestimmte Glaubenssätze installiert werden, die die Funktion haben, die Betroffenen durch Konfliktvermeidung zu schützen. Und Karlova behauptet, dass Traumaarbeit und Therapie daran nichts verändern, sondern das Muster festigen.

Wissenschaft und Weltsicht

Sie ist nicht wirklich allein, das Dilemma von mentaler Gesundheit zu erkennen. Interessanterweise schreibt auch Neurobiologe und Primatenforscher Robert Sapolsky in seinem Buch „Gewalt und Mitgefühl. Die Biologie des menschlichen Verhaltens“, dass er dem Zustand der Depression mehr Realismus zumisst als dem der (optimistischeren) „Normalität“.
Er weist auf die Bedeutung prägender Erfahrungen der frühen Kindheit hin, von Bindung und Erziehungsstilen, und wie diese von Normen der Zeit mitbestimmt sind:

„Kulturen (beginnend mit den Eltern) erziehen Kinder zu Erwachsenen, die sich so verhalten, wie es die jeweilige Kultur schätzt.“

Eltern, Schule, Gleichaltrige, Vorbilder und Medien: im Allgemeinen durchläuft jedes Kind einen durchgreifenden Formungsprozess zu Personen, die ihrer Umgebung, deren Werten und Normen angepasst sind. Das ist ein natürlicher Prozess, da Menschen soziale Wesen sind, und Normen ein Zeichen der Sicherheit innerhalb unserer Gruppe darstellen.

Unsere Persönlichkeit ist immer ein Tauziehen oder ein Tanz zwischen „Althirn“ und „Neuhirn“ – zwischen Sicherheit, Selbsterforschung und Erweiterung. Vom Sicherheitsbedürfnis profitieren Macht- und Kontrollstrukturen: Unsicherheit macht empfänglich für Propaganda.

Sapolsky ist nach meiner Einschätzung selbst ein Idealist, was seine Wertvorstellungen betrifft: die uns angeborene Vorsicht gegenüber Menschen die „anders“ aussehend, riechen, sprechen… als wir selbst, und die damit nicht unserer unmittelbaren sicher empfundenen Gruppe angehören, findet er bedrückend. Die Fähigkeit einiger religiöser Menschen, ihre Feinde und Peiniger nicht nur zu verzeihen, sondern sie zu lieben, ist ihm als Atheisten zwar schwer verständlich, aber er schätzt diese dem Menschen zugängliche Fähigkeit hoch.

Für Karlova ist vor allem der moralische Druck, zu verzeihen und nicht heimzuzahlen, ein Mittel der Macht und Kontrolle, der sich bis hin in die Psychotherapie auswirke und sie daher nutzlos für die Heilung mache. Sie hat auch entsprechende Videos gemacht, die Traumaheilung, Inneres-Kind-Arbeit, und überhaupt die Arbeit von menschlichen Therapeuten als nutzlos abqualifizieren. Stattdessen nutzt sie künstliche Intelligenz. Ich kann mir vorstellen, dass sie selbst unter entsprechender „Therapie“ gelitten hat, die ihre natürlichen Empfindungen und Emotionen versuchte zu dämpfen, anstatt ihnen Raum zu geben. Und die Erfahrung prägt unser Denken und nimmt – oder schafft! – uns Illusionen. Wir neigen dann zum Generalisieren und sehen die Welt durch den Filter unserer gerichteten Wahrnehmung.

Warum bemerke ich das hier? Weil ich in Zeiten psychischer Ungesundheit selbst von Psychotherapeuten Hilfe erfahren habe, die mich nicht an die kranke Welt anpassen wollten, sondern mir mit Neugier, Empathie und Humor begegneten, und weil ich selbst anderen Menschen so helfe – zu deren eigenen Bedingungen.

Für Marina Karlova sind kritisches Hinterfragen, Logik und die Übersichtsebene der Königsweg aus der Anfälligkeit für Manipulation. Dabei muss man auch die eigene Abhängigkeit von der Gruppe und deren Machtstrukturen hinterfragen, was natürlich desto schwieriger und schmerzhafter ist, je unmittelbarer diese empfunden wird!

Vor diesem Hintergrund lese ich interessiert ihre Abhandlung „Fraktales neuromorphes Universum: Ein Integriertes Modell von über verschiedene Materieebenen hinweg organisierten Informationsnetzwerken“ :

„Basierend auf jüngsten Entdeckungen in der Astrophysik, der Theorie komplexer Systeme und der Bewusstseinsforschung zeigen wir strukturelle und funktionale Ähnlichkeiten zwischen neuronalen Netzwerken, biologischen Systemen, sozialen Strukturen und kosmischen Netzen auf.“

Diese Weltsicht „wie oben, so unten“ und die potenzielle Einheit alles Seins und Bewusstseins über Raum und Zeit hinaus reflektiert nicht nur menschheitsalte Philosophien, sondern auch die Arbeitsweise unseres Hirns und dessen Neuroplastizität, die von Forschern wie Sapolsky untersucht und erklärt wird. Und das kann man selbstverständlich auch positiv in der Begleitung und Therapie von Menschen einsetzen, die an der Gesellschaft, dem Partner, sich selbst oder an Symptomen leiden.
Genau dies tut META-Health!

Immunität gegen Zombieismus

Karlovas Theorem vom CORDYCEPS, der parasitischen Anpassungsstruktur, bietet einen Weg, den destruktiven Zeitgeist zu erklären, dem die Menschlichkeit mit ihrer Kreativität und zwecklosem Spiel abhanden gekommen ist. Aber durchdringt der das menschliche Zusammenleben so weitreichend, wie Karlova es darstellt? Meine Erfahrung sagt Nein. Das würde auch dem fraktalen Universum widersprechen, in dem alles vorhanden ist. Fast jeder Mensch hat unter fördernden Umständen Zugriff auf diesen forschenden, spielenden Kern.

Der ist verbunden mit Selbstwertgefühl! Etwas herauszufinden, zu erschaffen, auszudrücken gibt uns ein Glücksgefühl mit uns selbst. Niemand muss uns das Recht dazu geben – aber unsere Gesellschaft und ihre Erziehung tut einiges, um es einzuhegen. Denn Individualismus und Selbstbewusstsein sind unbequem. Eltern und Lehrer haben Angst vor Egoismus, Gier, unsozialem Verhalten, und suchen diese in aufwachsenden Kindern zu unterdrücken. Interessanterweise sind diese Untugenden Perversionen, die nicht etwa natürlich in uns angelegt sind, sondern die wir eben auch aufgrund von Erfahrungen und Vorbildern lernen. Mit unserem so geprägten kognitiven Bias und auch den unbewussten Schutzstrategien erschaffen wir unsere täglich erlebte Realität mit: für mich ist das das wahre „Gesetz der Anziehung“.

Zur META-Übersicht gehört das Bewusstmachen von Mustern und Perspektiven, und damit Absichten innerhalb unseres Lebens und dessen Netzwerken. Der CORDYCEPS-Parasit findet dort besser Halt, wo grosse Bedürftigkeit nach dem Kollektiv und dessen Ressourcen herscht, physisch, psychisch oder finanziell. Ein Basisgefühl von (Selbst-)Vertrauen und Autonomie macht hingegen „immun“ gegen ihn.
Deswegen geht es darum, die eigene abgespaltene oder unterdrückte Energie wieder zugänglich zu machen, die uns hilft, die nötigen Schritte zu unternehmen, unseren Platz oder Weg nicht nur zu erkennen, sondern ihn einzunehmen. Die Thesen von Marina Karlova finde ich dabei eine nützliche, provokante Inspiration.

In META-Health finden wir das Gute beider Welten: den durchschauenden „Königsweg“ und die therapeutischen Schritte und Hilfen der Coregulation und Traumaarbeit – für unsere Fähigkeit unser Selbst zu definieren, aus gewohnten Reaktionsmustern auszusteigen, und die Netzwerke durch unser Universum bewusst zu nutzen!



Referenzen:
Youtube-Kanal von Marina Karlova https://www.youtube.com/@marina-karlova
Marina Karlovas Publikationen:
C.O.R.D.Y.C.E.P.S – Ein Modell der systemischen kognitiven Hijacking: Das parasitäre Programm als soziales neuronales Netzwerk https://zenodo.org/records/15069340
Die fundamentale Inoperabilität der Psychotherapie: Eine kritische Analyse aus der Perspektive des Hammurabi-Paradigmas https://zenodo.org/records/15182641
Fraktales neuromorphes Universum: Ein integriertes Modell von Informationsnetzwerken über verschiedene Ebenen der Materieorganisation https://zenodo.org/records/15127257
Kritische Analyse der Theorie des fraktalen neuromorphen Universums https://zenodo.org/records/15153895


Robert Sapolsky „Gewalt und Mitgefühl: Die Biologie des menschlichen Verhaltens | Über die Ursachen und die Entstehung von Aggression“ (original: „Behave | The Biology of Humans at our Best and Worst“ (Penguin Press, Mai 2017)


Bilder:
Amazon (Partnerlinks),
Researchgate Bildzitat „Comparison between human brain cells (left) and the Universe galaxies (right) [5].“ https://www.researchgate.net/figure/Comparison-between-human-brain-cells-left-and-the-Universe-galaxies-right-5_fig1_341275519

„Heilende Hände“ – meine Unfall- und Heilgeschichte

Ein Videoblog zu meinem Handgelenksbruch und dem Heilungsverlauf im Sommer 2025!

Kurz nach dem Sturz

00:00 Vorgeschichte: unsere Bootsommer
01:14 der Unfall
02:47 Untersuchung und Erstversorgung
04:28 unser Mittsommerfest-Foto
04:48 Vorbereitung und Operation
07:16 die Orthese mit Vor- und Nachteilen
10:47 die Heilung fördern: mentales Training
11:32 Studie zum orthesefreien Training nach OP
15:01 nächtliches Erlebnis und die Folgen
16:28 Übungen zur Entstauung und Durchblutungsförderung, Mobilisation
18:46 Vibration und Frequenz: Musik fürs Gewebe
19:48 im Alltag zusammenarbeiten: Training für beide Seiten
20:33 meine META-Bedeutung

Link zur Studie Funktionelle Nachbehandlung versus Orthese nach operativ versorgter distaler Radiusfraktur

Erste Erfolge und Inspiration

2 Wochen nach dem Unfall berichtet Kora von ihrer Heilung:
00:12 zeitlicher Ablauf
00:55 Fortschritte und Grenzen der Beweglichkeit
03:33 Hilfe aus der Natur: Johanniskraut und DMSO
06:36 Mikromassage
07:03 Kaffeemühle

Herausforderungen und Glücksmomente

00:09 Zeitlinie – 3 Wochen nach dem Unfall
01:26 Belastungsfähigkeit nach Brüchen
02:27 …und das Schönste war… Mobilität und Sport
04:02 Mobilisierung der Narbe
05:37 Sicherheit der Plattenosteosynthese
06:26 Übungen zur Dehnung und Mobilisierung des Handgelenks
08:41 Gute Herausforderungen
10:05 Heilung, Schlafbedürfnis und Genuss
11:40 Einfluss auf die Hirnaktivität
13:13 Wir nehmen schwere Dinge auf die leichte Schulter, es geht voran

Definition von Erfolg

00:00 Sport und Arbeit 1 Monat nach der OP
01:27 Behinderung durch die OP
03:09 Belastungsgrenze
03:41 Veränderung der Narbe
04:21 Störungen durch die Platte
05:07 funktionelle Übungen
05:43 eine Hand hilft der anderen: eine META-Health-Geschichte
06:48 META-Health-Symptomfragen
07:17 der Hintergrund für Schwäche und Überlastung
08:23 Kurz-Intervention mit META-Health
10:38 Meine Geschichte als Werkzeug: Redefinition von Erfolg

Geschützt: META-Health Kompakt Probelektion

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Wie Traumata in der Kindheit die Muskelfunktion im Alter beeinflussen

In der neu publizierten Studie „Childhood adverse life events and skeletal muscle mitochondrial function[1] können die Forscher zeigen, wie unerwünschte Ereignisse in der Kindheit die Muskelfunktion im späteren Alter beeinträchtigen.

Anhand von Daten aus der Studie „Muskel, Mobilität und Altern“ wurden 879 Personen über 70 Jahren auf die ATP-Produktion in ihren Muskelzellen getestet. ATP ist die Energie, mit der Muskeln arbeiten. Sie wird von den Mitochondrien in jeder Zelle produziert. Mitochondrien können sozialen Stress spüren und reagieren auf zellulärer Ebene: Es ist bekannt, dass diese von Bakterien abstammenden Organellen ihre Funktion und Form ändern, wenn Zellen durch physische oder soziale Angriffe bedroht werden, was zu extrazellulärem ATP und reaktiven Sauerstoffspezies – sogenannten freien Radikalen – führt. Dies verringert die Arbeitsenergie der Zellen und fördert Entzündungen und Alterung des Gewebes. [2] [3]
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Archaische Biologie schließt eine Verständnislücke

CDR Heilzyklus erforscht

Die Cell Danger Response

Eine der Stärken von META-Health ist, dass wir undogmatisch sind. Wir erforschen und integrieren neue Konzepte, um den Boden für die Gesundheit auf allen Ebenen zu verstehen.

Dr. Hamer hat uns ein brillantes Verständnis der Reaktionen unseres Körpers auf Konflikte vermittelt – biologisch und metaphorisch. Sein Modell lässt jedoch Lücken in unseren Möglichkeiten, Menschen dabei zu helfen, ihre Reaktionen und Zustände zu verstehen – zum Beispiel chronische Krankheit und toxische Einflüsse.

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Limbische Sprache und die Kraft der Vorstellung

„Das mit meinen Händen ist komisch. Schau – was kann das sein?“

Der Klient zeigte mir seine trockenen Handflächen. Die Haut war an den Rändern des Handrückens und der Finger schuppig.

„Wie sehen sie für Dich aus?“

„Na ja, wie die Hände eines Fischers!“, war seine Antwort.

„Die Hände eines Fischers?“

„Ja, das ist mir eingefallen. Rote, raue Hände.“ Er war es gewohnt, weiche Hände zu haben und über eine Tastatur zu tanzen.

„Was ist das für ein glitschiger Fisch, den man greifen musste oder der einem aus der Hand gerutscht ist, bevor das so geworden ist?“ Das war ein Schuss aus der Hüfte. Ich benutzte dasselbe Bild, um ein Szenario vorzuschlagen, das Sinn ergeben würde, da ich wusste, dass es einen Auslöser für die Hautveränderung gegeben haben musste, der mit Kontakt oder Kontaktverlust zu tun hatte.

„Oh! Das ist eine Situation, über die ich die Kontrolle verliere! Eigentlich begann es, glaube ich, nachdem ich einen Anruf von einem Kollegen bekam, der mich über eine Änderung bei einem Projekt informierte, an dem ich beteiligt bin. Und ich habe das Gefühl, ich kann nichts dagegen tun. Ich hasse es, die Kontrolle zu verlieren. Ich habe versucht, herauszufinden, wie ich ihnen helfen kann, das Schiff zu steuern und wieder auf Kurs zu bringen. Aber da ich nicht da bin …“

„Warum ist es für Dich so wichtig, die Situation im Griff zu haben?“

„Nun, eigentlich ist es so – dieses Projekt war wie ein Anker für mich. Es macht Spaß, wenn ich da bin, und mein Beitrag war wertvoll. So eine Symbiose. Aber jetzt ändern sich die Dinge. Ich habe einen anderen Anker, andere Projekte, die mich rufen. Ich kann einfach nicht so leicht loslassen …“

„Es scheint, Du kannst Dich nicht auf beides gleichzeitig konzentrieren, oder? Du möchtest also eigentlich eine Entscheidung treffen, wo Du Deine Energie einsetzt und was Deinen Händen beim Festhalten und Steuern gut tut? Spüre einfach, welcher Gedanke Deinen Händen gut tut“

„Ich stelle mir vor, das Ruder meines eigenen Projekts zu übernehmen und es auf den richtigen Kurs zu bringen. Das fühlt sich großartig an!“ Er lächelte.

„Und was ist mit dem anderen, dem glitschigen Fisch? Was nimmt das Gefühl da raus?“
Ich musste prüfen, ob dieser innere Konflikt gelöst war oder welche Arbeit noch übrig war.

„Eigentlich bin ich bereit dafür, da wieder mit anzupacken, wenn es an der Zeit dafür ist, wenn ich merke dass ich einen Griff habe. Ich möchte meine Energie nicht darauf verschwenden, wenn es nicht so ist. Es ist jetzt ok, ich habe mich entschieden“

„Stimmen deine Hände damit überein, das Ruder deines eigenen Projekts zu halten und einen klaren Kurs vorzugeben?“

Das taten sie, und ein paar Tage später war die Haut seiner Handflächen wieder normal. Limbische Sprache und die Kraft der Vorstellungskraft wirken Wunder!

Bio-Hacks mit dem „Iceman“

Wim Hof, alias der Iceman, trotzt den Grenzen menschlicher Möglichkeiten.

Er erstieg den 5895m hohen Kilimandscharo und hatte dabei nur Shorts und Schuhe an.

Mit der gleichen Ausstattung lief er durch die Namib-Wüste, ohne zu trinken.

Im winterlich vereisten Fjord schwamm und tauchte er 66 Meter weit unter dem Eis.

Er saß für 2 Stunden in einem Behälter mit Eis, das er mit seiner Körpertemperatur aufwärmte.

Der Mann ist ein Monster. Oder?

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Familiengeheimnisse, Übergewicht und der Schlüssel zum Keller

Übergewicht: überraschende Korrelationen gefunden

In den 1980ern machte Dr. Vincent Felitti, der jetzige Direktor des California Institute of Preventive Medicine in San Diego, eine potenziell revolutionäre Beobachtung des Welleneffekts von sexuellem Missbrauch bei Kindern. Dies geschah, während er sich mit einem ganz anderen Gesundheitsproblem beschäftigte: nämlich schwer adipösen Menschen beim Abnehmen zu helfen.

„Ich erinnere mich an den Gedanken, ‚Oh mein Gott, das ist der zweite Fall von Inzest, der mir in den 23 Jahren meiner Praxis untergekommen ist.‘ Und so fragte ich dann routinemäßig nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit. Und es hat mich umgehauen.“

Felitti, ein Spezialist in Präventivmedizin, testete eine neue Behandlung mit Flüssigdiät an Patienten einer Kaiser Permanente Clinic, die auch gut zu helfen schien. Die schwer übergewichigen Patienten verloren innerhalb eines Jahres bis zu 300 Pfund. „Das war wirklich aussergewöhnlich,“ erinnert sich Felitti.

Aber als sie mit der Behandlung aufhörten, bekamen gerade solche Patienten, die die grössten Erfolge gehabt hatten, ihr Gewicht wieder – und zwar schneller als sie es verloren hatten. Felitti konnte nicht herausfinden warum.

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